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Sarg der Dame Nes-Mut © Musée d’ethnographie Neuchâtel; Foto: Swiss Coffin Project

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Sarg des Priesters Nes-Schu © Musée d’Yverdon et région Foto: Swiss Coffin Project

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Sarg des Priesters Nes-Schu © Musée d’Yverdon et région; Foto: Swiss Coffin Project

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Sarg der Dame Nes-Mut © Musée d’ethnographie Neuchâtel; Foto: Swiss Coffin Project

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Sarg des Priesters Nes-Schu © Musée d’Yverdon et région; Foto: Swiss Coffin Project

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Sarg eines anonymen Kindes © Ethnologische Sammlung Schloss Burgdorf; Foto: Swiss Coffin Project

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Sarg eines anonymen Kindes © Ethnologische Sammlung Schloss Burgdorf; Foto: Swiss Coffin Project

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Sarg eines anonymen Mannes © Museum Appenzell; Foto: Swiss Coffin Project

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Sarg der Dame Nes-Mut © Musée d’ethnographie Neuchâtel; Foto: Swiss Coffin Project

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Sarg der Dame Nes-Mut © Musée d’ethnographie Neuchâtel; Foto: Swiss Coffin Project

Swiss Coffin Project

Altägyptische Sargausstattungen in Schweizer Museen


Entdeckungen hinter Museumsmauern

Es muss keine archäologische Grabung sein – auch hinter Museumsmauern lassen sich Schätze aus der Antike neu entdecken! Von Appenzell bis nach Brissago, von Chur bis nach Genf existieren in der Schweiz rund 40 Museen, die über 30'000 altägyptische Objekte beherbergen. Glanzlichter dieser ägyptischen Sammlungen bilden Särge mit Mumien sowie Mumienmasken, die im 19. Jahrhundert und zu Beginn des 20. Jahrhunderts in die jeweiligen Museen gelangten. Obschon diese Objekte vergleichbaren Exponaten berühmter ausländischer Kollektionen ebenbürtig sind, lagerte der Grossteil dieses Kulturgutes Ende der 1990er Jahre noch weitgehend unerforscht in den Depots.

Dieser Umstand veranlasste die Ägyptologinnen Alexandra Küffer und Renate Siegmann, 2004 das „Swiss Coffin Project“ zu gründen. Ziel des unabhängigen interdisziplinären Forschungsprojektes ist es, die Biografie der Sargausstattungen so umfassend wie möglich zu rekonstruieren und damit einen Einblick in die geistige Welt und in die Jenseitsvorstellungen der damaligen Menschen zu geben. Auch soll dieses reiche altägyptische Kulturgut mittels Ausstellungen und Publikationen einem breiten Publikum erschlossen und zugänglich gemacht werden.

Neben der ausführlichen Beschreibung der Exponate und der Einbettung in ihren kulturhistorischen Kontext sowie der Übersetzung ihrer Inschriften setzen die beiden Gründerinnen besonderes Gewicht auf die Fund- und Erwerbsumstände der Objekte. Diese widerspiegeln die vielfältigen Beziehungen zwischen der Schweiz und Ägypten im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert und machen deutlich, dass die vorliegenden ägyptischen Denkmäler nicht nur eindrückliche Zeugen der ägyptischen Kultur sind, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Schweizer Geschichte darstellen. Denn es waren vornehmlich in Ägypten lebende Schweizer, die – im Zuge der damals herrschenden Ägyptenfaszination - Särge und Mumien erwarben und den Museen ihrer jeweiligen Heimatstädte schenkten.

 

Unter dem Schutz der Himmelsgöttin

Buch UdSdHgIn einer ersten Projektphase wurden von 2004 bis 2007 Sargausstattungen (mit ihren dazugehörigen Mumien) aus 16 Schweizer Museen und Sammlungen untersucht. Eine repräsentative Auswahl der schönsten und aussagekräftigsten Stücke wurde 2007 unter dem Titel „Unter dem Schutz der Himmelsgöttin – Ägyptische Särge, Mumien und Masken in der Schweiz“ im Chronos-Verlag Zürich publiziert.

 Webseite Chronos-Verlag

 

 

 

 

 

Webseite „e-coffins.ch“

InWebseite ecoffins den folgenden Jahren wurde das Swiss Coffin Project fortgeführt. Ausstellungen und Vorträge im In- und Ausland sowie Beiträge in Fachzeitschriften luden dazu ein, altägyptische Schätze in Schweizer Museen (neu) zu entdecken.

Die Veranstaltungen stiessen sowohl beim Publikum als auch bei Fachpersonen auf grosses Interesse. Weitere Museen schlossen sich dem Projekt an. Dies führte dazu, dass zahlreiche neue Exponate bearbeitet werden konnten. Um diese einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen, wurde 2012 die Webseite www.e-coffins.ch geschaffen. Sie ermöglichte es, neu bearbeitete Objekte in umfassender Weise elektronisch zu publizieren.

 

 

Ägyptische Sargausstattungen in der Schweiz reloaded

Logo 472 SCPDie pandemiebedingte Schliessung der Kulturinstitutionen in der Schweiz im Frühjahr 2020 gab Alexandra Küffer und Renate Siegmann die Gelegenheit, sich wieder vertieft dem Swiss Coffin Project zuzuwenden. Mittlerweile beteiligten sich rund 30 Museen am Projekt und mehrere interessante Sargausstattungen warteten auf ihre Bearbeitung. So reifte im virtuellen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus dem In- und Ausland die Idee zu einer erweiterten und aktualisierten Neuausgabe des 2007 erschienen Bandes «Unter dem Schutz der Himmelsgöttin», die 2024 zum 20. Jubiläum des «Swiss Coffin Project» erscheinen soll.

Die Neupublikation ist als wissenschaftliche Cross Media Veröffentlichung konzipiert, die Print und Online verbindet. Für die Mitarbeit konnten die Ägyptologinnen Manuela Gander, Daniela Rutica und Katharina Stövesand sowie der Ägyptologe Marc Loth gewonnen werden, die alle über ein breites Fachwissen auf dem Gebiet der Funerärkultur und der Sargforschung verfügen.

Um dieses weitere Kapitel in der Geschichte des Swiss Coffin Project einzuläuten, wurden ein neues Logo sowie eine neue Webseite geschaffen: Unter www.swiss-coffin-project.ch finden sich ab dem 1. Oktober 2021 Informationen zu Projekt und Team. In Blogs werden zudem die laufenden Forschungsarbeiten dokumentiert.

 

WEG b  Projektbeschrieb Neupublikation (PDF)

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